Die Döpfer Gruppe macht sich für Ausbildung in Therapieberufen stark

Mit rund 80 Prozent bilden private Gesundheitsschulen den größten Teil zukünftiger Therapie-Profis in Deutschland aus. Doch aufgrund ungleicher Finanzierung können sie ihren Schülern nicht die gleichen Bedingungen bieten wie kommunale oder staatliche Schulen. Als Teil der Allianz für Gesundheitsschulen setzt sich die Döpfer Gruppe u.a. dafür ein, faire Rahmenbedingungen für die Auszubildenden zu schaffen und dadurch die Attraktivität der Ausbildung zu steigern.

Bundesweit absolvieren gerade etwa 53.000 Schüler eine Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf. Schulen in freier oder privater Trägerschaft bieten dabei 61 Prozent der Ausbildungen an. Und dennoch ist es ein ungleicher Wettbewerb. Denn im Gegensatz zu Krankenhäusern oder der öffentlichen Hand als Träger können private Schulen aufgrund von Schulgeld (in einigen Bundesländern) und fehlender Ausbildungsvergütung ihren Schülern nicht die gleichen Bedingungen bieten.

Dem Gesundheitssystem gehen dadurch zahlreiche potenzielle Nachwuchskräfte verloren - was den bereits vorhandenen Fachkräftemangel weiter zu verschärfen droht. Hier bedarf es dringend ein Umdenken der Politik und bundesweite Neuregelungen für Berufsausbildungen mit Perspektive.

Neben diesem grundsätzlichen Handlungsbedarf ist die Reformierung des Ausbildungsmodells therapeutischer Gesundheitsberufe aktuell auch Gegenstand politischer Debatten. Dabei geht es vor allem um politische Überlegungen zur Vollakademisierung. Dies würde jedoch u.a. vielfach Menschen ohne Hochschulzugangsberechtigung den Weg in Therapieberufe versperren. Wesentlich sinnvoller wäre also ein Modell der Teilakademisierung.

Gesundheitsberufe auch politisch unterstützen

Unter dem Slogan "Wir stärken euch den Rücken. Und ihr?" setzt sich die Döpfer Gruppe als Teil der Allianz für Gesundheitsschulen - einem Zusammenschluss von Berufsfachschulen, Praxen und Berufsverbänden - im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 und während der Koalitionsverhandlungen für eine umfassende Reform der Ausbildung an privaten Gesundheitsschulen ein. Neben dem übertragenen "Rückenstärken", das alle Gesundheitsberufe gemeinsam für die Gesellschaft leisten, wird auch direkt an Politiker herangetreten und ihnen die Frage gestellt, welche Unterstützung sie ihrerseits den Gesundheitsberufen zukommen lassen.

Ziel dabei ist es, Politiker auf Bundes- und Landesebene für uns zu gewinnen und unsere Anliegen z. B. in Koalitionsverhandlungen zu verankern. Wir setzen uns ein für Teilakademisierung statt Vollakademisierung, das Reformieren der Finanzierung berufsfachschulischer Ausbildung bundesweit, Schulgeldfreiheit und Ausbildungsvergütung für alle sowie für die inhaltliche Novellierung der Ausbildungen.

Dabei gehen wir auf die Politiker der verschiedenen Wahlkreise zu und suchen das Gespräch mit ihnen. So erfahren sie im direkten Dialog mit Auszubildenden, Lehrkräften und auch Ehemaligen, weshalb die Umsetzung unserer Ideen für die beruflichen Perspektiven junger Menschen und auch für die Sicherung unserer Gesundheitsversorgung essenziell ist.

Auf der Website der Kampagne "Wir stärken euch den Rücken. Und ihr?" gibt es weitere Informationen und Details zu den einzelnen Punkten zur Verbesserung der Ausbildung Gesundheits- und Sozialsystem.